Thema 3: Bildung für Nachhaltige Entwicklung

“Climate Action is a priority for Climate Change, and education is crucial to promote climate action.”
UNESCO

Das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen, das Pariser Abkommen und die damit verbundene Agenda “Action for Climate Empowerment” fordern Bildung und Empowerment in Bezug auf den Klimawandel.

Das Mainstreaming von Bildung für Nachhaltige Entwicklung durch europaweite Projekte sowie durch die Stärkung und Verankerung in der Lehrer:innen-Aus- und Weiterbildung ist eines der wichtigsten und effektivsten Mittel zur Entwicklung von Kapazitäten für den Umgang mit der Klimakrise.

Bei der Bildung für Nachhaltige Entwicklung geht es um Lernen angesichts von Risiken, Ungewissheit und schnellem (technologischem) Wandel (STEVENSON, R. B.; et al. 2017). Zu diesem Zweck befasst sie sich mit dringenden sozialen und ökologischen Fragen und unterstützt die Menschen dabei, widerstandsfähige, kreative, anpassungsfähige und gut informierte nachhaltige Gemeinschaften aufzubauen (LEHTONEN, A.; et al. 2018).

Die 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) wurden 2015 von der UN-Generalversammlung als Agenda2030 präsentiert. Dieser ehrgeizige Aktionsplan bringt erstmals soziale, ökologische und wirtschaftliche Aspekte unter ein gemeinsames Dach.

In ihrem Ansatz steht die Agenda2030 für ein neues und stärker vernetztes Verständnis von Armut und Ungleichheit, Umweltzerstörung und Klimawandel, Produktions- und Konsumweisen und menschenwürdiger Arbeit. Des Weiteren fordert die Agenda2030 eine umfassende Transformation zu der alle Staaten aktiv beitragen müssen. Sie bringt die Überzeugung der internationalen Gemeinschaft zum Ausdruck, dass die globalen Herausforderungen nur gemeinsam gelöst werden können.

Die 17 Ziele sind voneinander abhängig und gelten daher als unteilbar. Darüber hinaus gilt die Prämisse, dass niemand zurückgelassen werden darf.

Das FOOD RESCUE Projekt richtet seine Arbeit an den Zielen für Nachhaltige Entwicklung (SDGs) aus – insbesondere an SDG 4 „Hochwertige Bildung“, SDG 12 „Verantwortungsvolle Produktion und verantwortungsvoller Konsum“ sowie SDG 13 „Klimaschutz“.

Das Unterziel SDG 12.3. verweist sogar ausdrücklich auf die Bedeutung der Reduzierung von Lebensmittelabfällen: „Bis 2030 die weltweite Nahrungsmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Nahrungsmittelverluste einschließlich Nachernteverlusten verringern.“ (SDG Watch Austria, 2015)

Dass Lebensmittelverschwendung auch ein sehr großes ökologisches Problem ist, verstehen wir, wenn wir uns die Zahlen ansehen: 10 % der weltweiten Treibhausgasemissionen lassen sich auf Lebensmittelabfälle zurückführen! Zum Vergleich: Das ist ungefähr der gleiche Anteil wie der weltweite Straßenverkehr an der Erderwärmung trägt. Denn wenn man Lebensmittel verschwendet, vergeudet man auch alle Ressourcen und Inputs für den Anbau, die Verarbeitung, die Verpackung und den Transport dieses Gutes aufgewendet wurden.